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Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―
Zweipunkteform
ββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββ
top
Die Zweipunkteform oder Zwei-Punkte-Form ist in der Mathematik eine spezielle Form einer Geradengleichung. In der Zweipunkteform wird eine Gerade in der euklidischen Ebene oder im euklidischen Raum mit Hilfe zweier Punkte der Geraden bzw. deren Koordinaten dargestellt. Mithilfe der Zweipunkteform lΓ€sst sich relativ leicht eine Geradengleichung aufstellen, wenn zwei Punkte der Geraden bekannt sind.cite-ref-1[1] Die Koordinatendarstellung einer Gerade in der Ebene erfolgt in der Zweipunkteform mit Hilfe der Steigung der Geraden, wobei diese mithilfe der Koordinaten der beiden Punkte berechnet wird. In Vektordarstellung dient der Ortsvektor eines der beiden Punkte als StΓΌtzvektor der Gerade, wΓ€hrend der Differenzvektor zu dem Ortsvektor des anderen Punkts den Richtungsvektor der Gerade bildet.
Die der Zweipunkteform entsprechende Form einer Ebenengleichung wird Dreipunkteform genannt.
Contents
β’ Darstellung
β’ Beispiel
β’ Herleitung
β’ Darstellung
β’ Beispiel
β’ Berechnung
β’ Literatur
β’ Einzelnachweise
ββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββ
Koordinatendarstellung
Darstellung
In der Zweipunkteform wird eine Gerade in der Ebene, die durch die beiden verschiedenen Punkte ( x 1 , y 1 ) {\displaystyle (x_{1},y_{1})} und ( x 2 , y 2 ) {\displaystyle (x_{2},y_{2})} verlΓ€uft, als die Menge derjenigen Punkte ( x , y ) {\displaystyle (x,y)} beschrieben, deren Koordinaten die Gleichung
y β β y 1 x β β x 1 = y 2 β β y 1 x 2 β β x 1 {\displaystyle {\frac {y-y_{1}}{x-x_{1}}}={\frac {y_{2}-y_{1}}{x_{2}-x_{1}}}}
erfΓΌllen. Hierbei muss x 1 β β x 2 {\displaystyle x_{1}\neq x_{2}} sein und x {\displaystyle x} darf nicht gleich x 1 {\displaystyle x_{1}} gewΓ€hlt werden. Wird die Geradengleichung nach y {\displaystyle y} aufgelΓΆst, erhΓ€lt man die explizite Darstellung
y = y 2 β β y 1 x 2 β β x 1 β
β
( x β β x 1 ) + y 1 {\displaystyle y={\frac {y_{2}-y_{1}}{x_{2}-x_{1}}}\cdot (x-x_{1})+y_{1}} ,
die auch fΓΌr x = x 1 {\displaystyle x=x_{1}} verwendet werden kann. Durch Multiplikation mit ( x 2 β β x 1 ) {\displaystyle (x_{2}-x_{1})} erhΓ€lt man eine Darstellung, die ohne EinschrΓ€nkung gΓΌltig ist:
( y β β y 1 ) β
β
( x 2 β β x 1 ) = ( x β β x 1 ) β
β
( y 2 β β y 1 ) {\displaystyle (y-y_{1})\cdot (x_{2}-x_{1})=(x-x_{1})\cdot (y_{2}-y_{1})} .
Beispiel
Sind beispielsweise die beiden gegebenen Geradenpunkte ( 1 , 3 ) {\displaystyle (1,3)} und ( 3 , 2 ) {\displaystyle (3,2)} , so erhΓ€lt man als Geradengleichung
y β β 3 x β β 1 = β β 1 2 {\displaystyle {\frac {y-3}{x-1}}=-{\frac {1}{2}}}
oder aufgelΓΆst nach y {\displaystyle y}
y = β β 1 2 β
β
( x β β 1 ) + 3 {\displaystyle y=-{\frac {1}{2}}\cdot (x-1)+3}
beziehungsweise
2 ( y β β 3 ) = β β ( x β β 1 ) {\displaystyle 2(y-3)=-(x-1)} .
Herleitung
Diese Darstellung einer Geradengleichung folgt daraus, dass fΓΌr die Steigung m {\displaystyle m} einer Gerade
m = y 2 β β y 1 x 2 β β x 1 {\displaystyle m={\frac {y_{2}-y_{1}}{x_{2}-x_{1}}}}
gilt. Nach dem Strahlensatz kann nun anstelle des Punkts ( x 2 , y 2 ) {\displaystyle (x_{2},y_{2})} ein beliebiger Geradenpunkt ( x , y ) {\displaystyle (x,y)} gewΓ€hlt werden, ohne dass sich das VerhΓ€ltnis m {\displaystyle m} verΓ€ndert. Damit gilt dann auch
m = y β β y 1 x β β x 1 {\displaystyle m={\frac {y-y_{1}}{x-x_{1}}}} .
Durch Gleichsetzen dieser beiden Gleichungen folgt daraus dann die Zweipunkteform. Letztere Gleichung entspricht der Punktsteigungsform einer Geradengleichung.
Darstellung als Determinante
Eine Gerade, die durch zwei vorgegebene Punkte verlΓ€uft, kann mit Hilfe der Determinante einer Matrix auch ΓΌber die Gleichung
det ( x x 1 x 2 y y 1 y 2 1 1 1 ) = 0 {\displaystyle \det {\begin{pmatrix}x&x_{1}&x_{2}\\y&y_{1}&y_{2}\\1&1&1\end{pmatrix}}=0}
oder Γ€quivalent dazu durch
det ( x β β x 1 x 2 β β x 1 y β β y 1 y 2 β β y 1 ) = 0 {\displaystyle \det {\begin{pmatrix}x-x_{1}&x_{2}-x_{1}\\y-y_{1}&y_{2}-y_{1}\end{pmatrix}}=0}
definiert werden. Eine solche Darstellung wird auch als Determinantenform einer Geradengleichung bezeichnet.
Vektordarstellung
Darstellung
In Vektordarstellung wird eine Gerade in der Ebene in der Zweipunkteform durch die Ortsvektoren p β β {\displaystyle {\vec {p}}} und q β β {\displaystyle {\vec {q}}} zweier Punkte der Gerade beschrieben. Eine Gerade besteht dann aus denjenigen Punkten in der Ebene, deren Ortsvektoren x β β {\displaystyle {\vec {x}}} die Gleichung
x β β = p β β + t ( q β β β β p β β ) {\displaystyle {\vec {x}}={\vec {p}}+t({\vec {q}}-{\vec {p}})} fΓΌr t β β R {\displaystyle t\in \mathbb {R} }
erfΓΌllen. Der Vektor p β β {\displaystyle {\vec {p}}} dient dabei als StΓΌtzvektor der Gerade, wΓ€hrend der Differenzvektor q β β β β p β β {\displaystyle {\vec {q}}-{\vec {p}}} den Richtungsvektor der Gerade bildet. Die Punkte der Gerade werden dabei in AbhΓ€ngigkeit von dem Parameter t {\displaystyle t} dargestellt, wobei jedem Parameterwert genau ein Punkt der Gerade entspricht. Damit handelt es sich hier um eine spezielle Parameterdarstellung der Gerade.
Beispiel
Ausgeschrieben lautet die Zweipunkteform einer Geradengleichung
( x y ) = ( p x p y ) + t ( q x β β p x q y β β p y ) = ( p x + t ( q x β β p x ) p y + t ( q y β β p y ) ) {\displaystyle {\begin{pmatrix}x\\y\end{pmatrix}}={\begin{pmatrix}p_{x}\\p_{y}\end{pmatrix}}+t{\begin{pmatrix}q_{x}-p_{x}\\q_{y}-p_{y}\end{pmatrix}}={\begin{pmatrix}p_{x}+t(q_{x}-p_{x})\\p_{y}+t(q_{y}-p_{y})\end{pmatrix}}}
mit t β β R {\displaystyle t\in \mathbb {R} } . Sind beispielsweise die beiden Ortsvektoren p β β = ( 2 2 ) {\displaystyle {\vec {p}}={\tbinom {2}{2}}} und q β β = ( 4 1 ) {\displaystyle {\vec {q}}={\tbinom {4}{1}}} , so erhΓ€lt man als Geradengleichung
( x y ) = ( 2 2 ) + t ( 4 β β 2 1 β β 2 ) = ( 2 + 2 t 2 β β t ) {\displaystyle {\begin{pmatrix}x\\y\end{pmatrix}}={\begin{pmatrix}2\\2\end{pmatrix}}+t{\begin{pmatrix}4-2\\1-2\end{pmatrix}}={\begin{pmatrix}2+2t\\2-t\end{pmatrix}}} .
Jede Wahl von t {\displaystyle t} , beispielsweise t = 2 {\displaystyle t=2} oder t = β β 1 {\displaystyle t=-1} , ergibt dann einen Geradenpunkt.
Berechnung
Aus der Parameterform einer Geradengleichung mit StΓΌtzvektor p β β {\displaystyle {\vec {p}}} und Richtungsvektor u β β {\displaystyle {\vec {u}}} lΓ€sst sich neben dem StΓΌtzvektor ein weiterer Ortsvektor eines Punkts der Gerade einfach durch Wahl von
q β β = p β β + u β β {\displaystyle {\vec {q}}={\vec {p}}+{\vec {u}}}
finden. Aus den weiteren Formen von Geradengleichungen, der allgemeinen Koordinatenform, der Achsenabschnittsform, der Normalenform und der hesseschen Normalform, wird zunΓ€chst die zugehΓΆrige Parameterform der Gerade ermittelt (siehe Berechnung der Parameterform) und daraus dann die Zweipunkteform.
Homogene Koordinaten
Eine verwandte Darstellung einer Gerade mit Hilfe zweier Geradenpunkte verwendet baryzentrische Koordinaten. Eine Gerade in der Ebene wird dann durch die Gleichung
x β β = Ξ» Ξ» p β β + ΞΌ ΞΌ q β β {\displaystyle {\vec {x}}=\lambda {\vec {p}}+\mu {\vec {q}}} fΓΌr Ξ» Ξ» , ΞΌ ΞΌ β β R {\displaystyle \lambda ,\mu \in \mathbb {R} } mit Ξ» Ξ» + ΞΌ ΞΌ = 1 {\displaystyle \lambda +\mu =1}
beschrieben. Hierbei sind ( Ξ» Ξ» , ΞΌ ΞΌ ) {\displaystyle (\lambda ,\mu )} die normierten baryzentrischen Koordinaten eines Geradenpunkts. Sind beide Koordinaten positiv, so liegt der Geradenpunkt zwischen den beiden vorgegebenen Punkten, ist eine Koordinate negativ, auΓerhalb. Bei den baryzentrischen Koordinaten handelt es sich um spezielle homogene affine Koordinaten, wΓ€hrend in der Zweipunkteform inhomogene affine Koordinaten verwendet werden.
Verallgemeinerung
Allgemein lassen sich durch die Zweipunkteform nicht nur Geraden in der Ebene, sondern auch in drei- und hΓΆherdimensionalen RΓ€umen beschreiben. Im n {\displaystyle n} -dimensionalen euklidischen Raum besteht eine Gerade entsprechend aus denjenigen Punkten, deren Ortsvektoren x β β {\displaystyle {\vec {x}}} die Gleichung
x β β = p β β + t ( q β β β β p β β ) {\displaystyle {\vec {x}}={\vec {p}}+t({\vec {q}}-{\vec {p}})} fΓΌr t β β R {\displaystyle t\in \mathbb {R} }
erfΓΌllen. Es wird dabei lediglich mit n {\displaystyle n} -komponentigen statt zweikomponentigen Vektoren gerechnet. Auch die Darstellung mit baryzentrischen Koordinaten bleibt in hΓΆherdimensionalen RΓ€umen in analoger Form erhalten.
Literatur
β’ Lothar Papula: Mathematik fΓΌr Ingenieure und Naturwissenschaftler 1. Springer, 2007, ISBN 978-3-8348-0224-8.
β’ Thomas Westermann: Mathematik fΓΌr Ingenieure. Springer, 2008, ISBN 978-3-540-77731-1.
Einzelnachweise
cite-note-11. β Andreas Filler: Elementare Lineare Algebra (= Mathematik Primarstufe und Sekundarstufe I + II). Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-8274-2412-9, S. 51.